Donnerstag, 19. September 2013

Felicity Gallant und das Auge des Sturms


Felicity Gallant und Das Auge des Sturms

(Melanie Welsh

Verlag: Dressler

(August 2012) 

Seiten: 319

Preis: 14,95€ (D) (Hardcover)

Band 1

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Wenn Geschichten Wirklichkeit werden! In dem Schmugglerstädtchen Wellow lebt die unscheinbare Felicity, die sich gern in die Welt der Bücher zurückzieht. Als ein geheimnisvoller Fremder ihr ein Buch über die bösartige Hüterin des Windes überreicht, vermischen sich für Felicity bald Erzählung und Realität. Eine mysteriöse Großmutter taucht auf, und gemeinsam mit ihren Freunden Henry und Martha kommt Felicity einem grausamen Familiengeheimnis auf die Spur.

Auch dieses Buch habe ich wieder im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks lesen dürfen!

Im Buch geht es um Felicity Gallant welche in der Schule gehänselt wird, da sie für ihr Alter größer ist als andere Mädchen und sie eher still und etwas distanziert ist. Ihre Zeit verbringt sie am liebsten mit Lesen und so ist es auch für sie völlig normal nach der Schule in die Bibliothek von Wellow, dem Küstenstädtchen in dem sie lebt, zu gehen. Doch eines Tages trifft sie dort auf einen hochgewachsenen seltsamen Mann, der weinend über einem Buch sitzt. Als dieser dann aufgeschreckt, durch sie die Bibliothek mitsamt dem Buch eiligst verlässt, rennt sie ihm aus einem Impuls heraus hinterher. Schließlich überlässt er ihr aus einem ihr schleierhaften Grund das Buch und eine mysteriöse Holzkugel und so kommt alles ins Rollen.
Denn schon bald scheinen die Geschichten des Buches als wahrer Schrecken in ihr Leben zu treten und es ist an Felicity ihr lang gehütetes Familiengeheimnis aufzudecken.

Das Buch ist empfohlen ab 11 Jahren und ich muss sagen, auch wenn ich 24 Jahre alt bin... es hat mir trotzdem sehr gut gefallen. Als ich die Inhaltsangabe gelesen habe, fühlte ich mich an die Tintenherz-Trilogie erinnert. Geschichten die zum Leben erwachen. Da ich die Bücher sehr mag, war nun auch hier mein Interesse geweckt. Und wer nun Angst hat, eine Wiederholung von Tintenherz zu lesen, den kann ich beruhigen. Tatsächlich findet man eher wenig Parallelen und es handelt sich hier um eine völlig eigenständige abenteuerliche Idee, die mir doch wirklich gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist sehr schön und man kann sich sehr schnell in das Gefühlsleben von Felicity hineinversetzen. Gerade in den Szenen in denen sie mit ihren teils fiesen Mitschülern konfrontiert wird, ist es der Autorin gelungen, dass man ein wirklich gutes Bild davon bekommt wie sie diese Dinge aufnimmt und was in ihr vorgeht. Und auch die Entwicklung die sie kontinuierlich über das Buch hinweg durchläuft finde ich sehr schön ausgeführt und es vermittelt Kindern und Jugendlichen eine sehr schöne Botschaft. Denn nach und nach gewinnt Felicity nicht nur Freunde, sondern auch Selbstvertrauen. Hierbei muss ich sagen, dass ich auch die anderen Charaktere wie etwa Henry und etwas später auch Martha als wirklich herzallerliebst empfand. Nicht im Sinne von "och die sind ja perfekt und zuckersüß", sondern dass es einfach ganz normale Kinder sind, mit ganz normalem Aussehen und Macken, die trotzdem schon einen unglaublichen Zusammenhalt entwickeln und ein Bild wahrer Freundschaft.

Der Spannungsbogen baut sich kontinuierlich auf und auch wenn ich lange Zeit nicht einschätzen konnte in welche Richtung es denn nun genau geht, da ich mehr das Gefühl hatte von einem Schulmädchen mit ihren ganz normalen Problemen zu lesen als von einer Kinder-Fantasystory, habe ich mich doch nicht gelangweilt. Als dann jedoch doch noch nach und nach die Fantasyelemente hindurchschimmerten wurde mir dann auch allmählich bewusst, dass es so vielleicht auch beabsichtigt war.

Gestört hat mich eigentlich nur, dass ich mich die ganze Zeit gedanklich in einem alten Küstenstädtchen befand in irgendeiner früheren Zeit, da alte Schiffe vorkommen, die Bibliothek, all das eben, was man irgendwie doch in abenteuerlichere frühere Zeiten mit Piraten usw. sehen würde und dann fährt da plötzlich einer mit dem Auto vor......... :D Irgendwie musste ich das gedanklich für mich wieder rausstreichen... Denn irgendwie möchte ich in dieser Story nichts neuzeitliches lesen. Dann könnten die Kinder ja auch mit Motorbooten rumdüsen, statt mit Segelböotchen...
Und eine weitere Sache die mich störte war, als die Gefahrenquelle feststand für die Kinder, wie leichtfertig sie dann vom "Töten" sprachen. Da hätte ich mir selbst (oder gerade) bei Kindern etwas mehr Skrupel und Gewissensbisse erwartet... aber da es wohl einfach zur Story gehört nehm ich das dann mal so hin.




Ein Abenteuerbuch mit liebevoll gestalteten Charakteren, einer angemessenen Portion Spannung und sicherlich nicht nur etwas für 11-Jährige! Felicity Gallant und Das Auge des Sturms hat mir für ein Kinderbuch wirklich sehr gefallen, bis auf ein paar kleinere Kritikpunkte. Der Perspektivwechsel zu anderen Charakteren ermöglicht einen guten Überblick über die Handlungsstränge und am Ende werden alle Fäden zufriedenstellend zusammengeführt. 


Für „Felicity Gallant und Das Auge des Sturms" gibt es von mir 4 Luis!


1 Kommentar:

  1. Hallo!

    Schöne Rezension. Ich lese das Buch auch gerade und ich bin schon gespannt wie es weiter geht. Bis jetzt gefällt es mir ja ganz gut. Hoffentlich hält sich das bis zum Schluss :)

    Ich finde deinen Blog wirklich total niedlich gestaltet und bin froh, dass ich ihn entdeckt habe. Ich werde in Zukunft mal öfter vorbeischauen :)

    Ich würde mich freuen, wenn du mal bei mir vorbeischaust :)
    Good books never end.

    Alles Liebe,
    Jule ♥

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