Sonntag, 22. September 2013

Ashes – Tödliche Schatten


Ashes – Tödliche Schatten

(Ilsa J. Bick

Verlag: Egmont Ink 

(August 2012) 

Seiten: 576

Preis: 19,99 € (D) (Hardcover)

Band 2/4

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Den verheerenden Anschlag auf die Welt hat die siebzehnjährige Alex überlebt, aber nun muss sie sich den schwerwiegenden Folgen stellen. In den Städten, die nicht zerstört wurden, rotten sich diktatorische Tyranneien zusammen, in denen sich menschliche Abgründe auftun. Außerhalb der Schutzwälle droht der sichere Tod. Denn dort lauern Horden Jugendlicher, die sich seit dem Unglück in bestialische Kannibalen verwandeln. Und schließlich bleibt noch die Ungewissheit, ob Alex selbst noch zu so einem Monster mutiert. Warum sind ausgerechnet sie und ein paar wenige Ausnahmen von dieser Verwandlung bisher verschont geblieben?




Gleich zu Anfang kann ich sagen, dass ich nicht den leisesten Schimmer habe, wieso ich mir mehrere Monate Zeit gelassen habe bevor ich die Fortsetzung gelesen habe. Denn auch der zweite Teil hat mich absolut begeistert und nun muss ich mir ganz schnell noch den dritten und vierten Teil kaufen, denn wer bereits eines der Bücher gelesen hat, weiß wohl inzwischen, dass die Bücher meist in miesen Cliffhangern enden und man am liebsten sofort weiterelesen würde. Etwas was man durchweg beim lesen der Bücher erlebt.
Denn man kann es einfach sogut wie gar nicht zur Seite legen und im zweiten Teil hat sich das sogar och intensiviert für mich. Denn immer wenn eine Szene gerade sehr spannend wird, wird zu einer anderen Szene gewechselt welche dann fortgeführt wird. Es ist nicht so, dass die Szenen einfach abbrechen, wie ich es schon einige Male bei anderen Büchern kritisiert habe, sondern eher so, dass zu einer anderen Person gewechselt wird und die Szene dann später weitergeführt wird. Man wird sozusagen wie der Fisch am Haken zappeln gelassen und muss sich so von Szene zu Szene lesen.

Jetzt könnte man meinen, dass das mit der Zeit etwas nervig wird, so habe ich es jedoch nicht empfunden. Ich finde diese Art der Geschichtenerzählung sogar unglaublich gerissen, denn man wird quasi zum weiterlesen gezwungen und es ist nicht so, dass man plötzlich in einer extrem langweiligen Szene landet, bei der man denkt "Och nöö, das will ich jetzt aber nicht lesen." Alle Szenen sind unglaublich interessant und spannend und ermöglichen wirklich einen extrem guten Rundumblick. So erfährt man nun im zweiten Teil nicht nur aus der Sicht von Alex was bei ihr geschieht, sondern kann Verbindungen und Schlüsse ziehen aus den Erzählperspektiven von Tom, Peter, Lena und Chris.

Nach und nach beginnt der Leser sich so einige Fragen selbst zu erklären, welche für die Protagonisten noch eher schleierhaft sind. Und gerade dass man Wissen hat, welches den Charakteren fehlt, macht das Buch nur umso mitreisender. So etwa, wenn man erahnt, dass Alex und Tom sich näher sind als gedacht und dann doch irgendwie unwissend aneinander vorbeirennen, das zerreist einen schier vor Ungeduld und Hoffnung, dass es doch noch gut ausgehen könnte.

Auch die Charaktere entwickeln sich immer weiter. Während ich im ersten Teil noch wütend war, dass Alex Tom "so schnell" aufgegeben hat, während er an nichts anderes als an sie denken kann und sie stattdessen etwas mit Chris angebandelt hat, konnte ich es in diesem Teil besser nachvollziehen. Denn was ich auch schon im ersten Teil erwähnt habe trifft auch hier zu. Die Charaktere sind allesamt sehr realistisch und menschlich gehalten, ob es nun um menschliche Abgründe geht oder Ehrenhaftigkeit. Alles ist vorhanden wie auch im echten Leben. Und Alex musste wohl denken Tom sei tot.

Auch der Schreibstil ist gewohnt bildhaft und grausam. Besonders mit Tieren wie etwa treuherzigen Hunde sollte man sich nicht zu sehr anfreunden, denn so schnell wie sie auf der Bildfläche erscheinen, verschwinden sie auch leider oft auf grausame Weise wieder. Also auch der zweite Teil erfodert ein gutes Maß an Stahlnerven, denn während man im ersten Teil noch hin und wieder eine kurze Verschnaufpause gegönnt bekommt, schliddert man hier von einer erschütternden Szene in die nächste.



Sogar mehr noch als der erste Teil, ist Ashes – Tödliche Schatten, ein absoluter Pageturner. Der ständige Szenenwechsel inklusive Cliffhangern, lässt einen das Buch nicht zur Seite legen. Man wird sozusagen von einer nervenaufreibenden Szene herausgerissen und in die nächste katapultiert ohne gleich eine Antwort zu erhalten. Erst muss man ein paar andere Szenen weiterlesen, die es genauso handhaben, bis man wieder bei der erzählperspektive der jeweiligen person ankommt und Antworten erhält. Dies ermöglicht dem Leser jedoch nicht nur ein sehr intensives (teils stressiges) Leseerlebnis, sondern auch die Möglichkeit ein Gesamtüberblick zu bekommen und Schlüsse zu ziehen, welche den Charakteren selbst oftmals noch schleierhaft sind.
Ashes – Tödliche Schatten: Wer den ersten Teil schon spannend fand, wird den zweiten noch mehr lieben, sofern man mit den noch brutaleren Szenen umgehen kann.
Ich hoffe mir Band drei und vier der reihe schon bald zulegen zu können!

Für „Ashes – Tödliche Schatten“ gibt es von mir 5 Luis!



Kommentare:

  1. Liebe Michelle,
    Vielen vielen Dank für das tolle Überraschungspaket!! Das Buch habe ich tatsächlich noch nicht und über die anderen Geschenke habe ich mich auch sehr gefreut! http://romanticbookfan.blogspot.de/2013/10/booknerd-aktion-uberraschungspaket.html

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    1. Ohje, hab ja noch gar nicht geantwortet xD Tut mir leid!

      Bitte, bitte, freue mich dass es dir gefällt und du das Buch noch nicht hast *puh*
      War gar nicht so leicht bei dir xD
      Hatte ein gut bewertetes Buch von der Autorin bei dir in der Reziliste entdeckt und dachte, das neue von ihr wäre auch etwas für dich! Hoffe es wird dir gefallen (dann kauf ich es mir nämlich auch :P)

      Liebe Grüße,
      Michelle

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