Donnerstag, 8. August 2013

Der Schock







Der Schock

(Marc Raabe

Verlag: Ullstein (Juni 2013) 

Seiten: 400

Preis: 9,99 € (D) (Softcover)

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Bei einem Unwetter an der Cote d’Azur begegnet Laura Bjely ihrem schlimmsten Alptraum. Ihr Freund Jan findet später nur noch ihr Smartphone – mit einem verstörenden Film im Speicher. Kurz darauf wird in Berlin die Leiche von Jans Nachbarin entdeckt. Auf ihrer Stirn steht eine blutige Nachricht. Allen Warnungen zum Trotz sucht Jan weiter nach Laura. Dabei stößt er auf einen Abgrund aus Wahnsinn und Bösartigkeit.
 





Eigentlich bin ich noch relativ neu im Thriller-Genre, habe mich aber entschlossen "Der Schock" von Marc Raabe zu lesen, als ich eine sehr begeisterte Rezension dazu gelesen hatte und neugierig wurde. Umso glücklicher war ich dann, als ich die Leserunde auf Lovelybooks entdeckte und sogar ein Exemplar gewann. Und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht! Im Gegenteil!
Ich denke ich werde nun öfters mir auch mal Thriller zu Gemüte führen in der Hoffnung, dass diese genauso spannend und voller Rätsel und Vermutungen sind wie "Der Schock".
 
Besonders gefallen hat mir an dem Buch, dass ich von Anfang an immer wieder miträtseln konnte, es keineswegs vorhersehbar war und ich immer wieder aufs Neue überrascht wurde! So stellt man während des ganzen Buches immer wieder Vermutungen an und rätselt wie nun alles zusammenhängt was das Buch noch spannender und auch unterhaltsamer macht.
Das Buch war durchweg spannend, sodass ich es trotz Müdigkeit abends kaum aus der Hand legen wollte und sorgte bei mir für Gänsehautfeeling und leichte Paranioa (So jemanden würde ich wirklich nicht gern auf meinen Fersen haben...). 
 
Der Schreibstil ist einfach zu lesen und auch wenn sich ein paar in der Leserunde an den Zeitsprüngen etwas gestoßen haben, fand ich diese absolut unkompliziert und gut nachvollziehbar. Man merkt eigentlich fast sofort, dass man sich nun entweder in der Gegenwart befindet oder in einer Rückblende. Spätestens aber nach ein bis zwei Sätzen.
 
Die Charaktere lernt man über das Buch hinweg nach und nach besser kennen und verstehen. Hier muss ich auch noch sagen, dass sie sehr menschlich wirken, was mir sehr gefällt. Denn oft geht es mir bei Büchern so, dass die Protagonisten zu "heldenhaft" wirken und sie das weniger menschlich erscheinen lässt. Hier ist es allerdings gut gelungen mit Jan einen Protagonisten zu schaffen, der nicht nur durch seine äußerliche Beschreibung, sondern auch durch sein Verhalten, seine Ängste, seine Entwicklung über das ganze Buch und auch seinen Mut und Willen Laura zu helfen, sehr realistisch und menschlich rüberkommt. Und das war auch in dem Sinne für mich wichtig um die ganze Geschichte an sich, als noch realistischer wahrzunehmen. Und wenn man sich etwas so gut vorstellen könnte, dass es tatsächlich so passieren könnte... dann macht es das Buch gleich noch um ein vielfaches gruseliger. 
 
Viel mehr möchte ich eigentlich auch gar nicht mehr auf Handlung und Charaktere eingehen, obwohl es sicherlich noch viel zu erzählen gäbe. Aber ich finde so ein Buch muss man einfach selbst lesen und wenn ich nun ein paar mehr Details verraten würde, würde das auch irgendwie dem Buch etwas von seiner Lesespannung und dem nach und nach neu entdecken nehmen. Und gerade das macht das Buch meiner Meinung nach aus!


"Der Schock" ist extrem spannend und definitiv etwas für Leseratten die gerne miträtseln und immer auch mal wieder überrascht werden wollen. Die Charaktere und ihre Hintergrundinformationen sind sehr menschlich und lassen dadurch auch die komplette Geschichte noch viel realistischer erscheinen, sodass man durchaus auch im realen Leben so etwas befürchten könnte, was dem Buch gleich noch mehr Gruselfaktor verschafft. Ich habe es immer nur widerwillig zur Seite gelegt, da ich immer wenn eine meiner Vermutungen sich als falsch herausgestellt hat, ich sofort weiterlesen wollte um Antworten zu bekommen. Interessant und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Für „Der Schock“ gibt es von mir 5 Luis!



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