Mittwoch, 12. Juni 2013

Untot – Lauf solange du noch kannst




Untot – Lauf solange du noch kannst

(Kirsty McKay

Verlag: Chicken House (November 2012) 

Seiten: 368

Preis: 14,95€ (D) (Softcover)

Band: 1

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Auf keinen Fall wird sie aus diesem Bus aussteigen. Bobby hasst ihre neuen Mitschüler und der Skiausflug war die totale Vollkatastrophe. Da wartet sie lieber mit Bad Boy Smitty, bis die anderen aus dem Café zurückkommen. Aber die anderen kommen nicht. Die anderen sind tot - Alice hat es genau gesehen und dreht vollkommen durch. Schöne Scheiße! Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus. Doch draußen ist es einsam und dunkel, der Schneesturm tobt und die Handys funktionieren auch nicht. Und eigentlich weiß man aus jedem guten Horrorfilm, dass man sich niemals in so eine Situation begeben darf ...
 


Bobby ist heilfroh als der Schulausflug endlich sein Ende nimmt. Dieses hatte sie sich so allerdings wohl nicht ausgemalt. Denn beim letzten Zwischenstop in einem abgelegenen Schnellrestaurant verwandeln sich ihre Mitschüler plötzlich in sabbernde und vor allem sehr bissige Zombies.
Einzig sie, Smitty der Bad Boy der Klasse, Alice die Oberzicke und Pete der nerdige „Albinoboy“ schaffen es sich im Bus vor ihren Mitschülern zu verbarrikadieren. Doch lange werden sie dort nicht sicher sein...

„Untot – Lauf solange du noch kannst“ ist eher (Achtung Wortwitz) ein Häppchen für Zwischendurch. Die Story ist nicht unbedingt etwas Neues und auch nicht wirklich anspruchsvoll. Trotz allem ist es wegen den oftmals skurrilen Wendungen amüsant zu lesen. So wusste ich bei dem Auslöser des Ganzen Schlamassels nicht ob ich jetzt darüber lachen soll oder einfach nur den Kopf schütteln. Die Charaktere sind absolute Stereotypen. Die Außenseiterin / Neue, der Klassenclown oder auch „Bad Boy“, der Ängstliche und die hysterische Barbie. Genau wie die Story sind auch die Charaktere nicht wirklich tiefgründig. Trotz allem immer mal wieder für ein Schmunzeln gut, wie etwa wenn es um Smitty geht.
Trotzdem kamen sonstige Emotionen die in solch einer Ausnahmesituation eigentlich herrschen sollten teils nicht wirklich gut rüber, oder wurden einfach mit ein paar kurzen Sätzen abgespeist. Auch der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Ich habe sowieso etwas Probleme damit wenn sich Autoren an der Jugendsprache versuchen. Wenn dann auch noch durchgehend aus der Perspektive der Protagonistin erzählt wird, die eben in genau dieser Weise spricht... wäre es wenigstens wirklich Jugendsprache... aber man möge mir bitte einen Teenager zeigen, der auf diese Weise spricht. Hin und wieder mag es ja passend gewesen sein, aber oftmals empfand ich es als trés daneben. ;)


Trotz allem mag ich nicht nur an dem Buch rummäkeln. Wie gesagt, man hat es an einem Tag locker durch und es ist eher mal was für nebenher zu lesen. Ich habe mich trotzdem auch unterhalten gefühlt und mag es keinem der es lesen will madig machen (Meine Wortspiele werden immer besser...)
Für mich als großer Zombie-Fan war es einfach ein Muss das Buch zu lesen und vielleicht ist es auch einfach nur schwer mich in diesem Genre zu überzeugen, weil ich „Walking Dead“ geschädigt bin oder sonst was. Für mich gibt es jedenfalls bessere Zombiestorys da draußen. Aber dank des miesen Cliffhangers werde ich mir auch den nächsten Teil wohl besorgen, denn irgendwie will ich ja jetzt doch wissen was weiter passiert... :D

Für „Untot – Lauf solange du noch kannst“ gibt es von mir 3 Luis!



Kommentare:

  1. Du warst ja nicht so hundertprozentig von diesem Buch überzeugt, dann bin ich mal gespannt wie ich es finden werde, da das Buch ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste steht ;)
    Zombie-Bücher, bzw. Mangas finde ich einfach genial ;)

    LG
    Haveny

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    1. Ich muss sagen ich bin sehr zwiegespalten was das Buch angeht. Ich fand es nicht schlecht, aber vielleicht bin ich auch mit ZU großen Erwartungen drangegangen gerade weil ich auch sehr gerne Zombiefilme, Mangas und was ich sonst so zum Thema in die Finger kriegen kann mir zu Gemüte führe. Am meisten hat mich wie gesagt diese meiner Meinung etwas "schiefgelaufene" Jugendsprache genervt. Ansonsten war es aber eigentlich ein gutes Buch... einen Punkt Abzug für die Jugendsprache und einen weil es meinen Erwartungen nicht ganz gerecht wurde. Und drei Punkte sind ja auch gut! :)

      Liebe Grüße,
      Michelle

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    2. Diese "gekünstelte" Jugendsprache in manchen Büchern nervt mich auch...
      Zu deiner Frage auf meinem Blog:
      In dem Fall hat mich die Autorin selbst angeschrieben, aber sie schreibt auch auf ihrem Blog, dass sie Freiexemplare ihres Buches vergibt, also vielleicht solltest du sie einfach mal anschreiben ;)
      Hier der Blog der Autorin: http://justinewynnegacy.blogspot.de/
      Mich würde es auch mal interessieren, ob die Blogger die Verlage immer selbst anschreiben, oder sie angeschrieben werden, da ich mir die Frage auch schon des Öfteren gestellt habe.
      Ich bekomme meine Rezi-Bücher ja eigentlich immer über Leserunden, weshalb ich dir auf deine Frage leider auch keine Antwort geben kann, obwohl mich die Antwort auf deine Frage auch selbst interessieren würde ;)

      LG
      Haveny

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